Mit Davidstern und Lederhose - Jüdische G'schichten on Tour

Auch nach 1.700 Jahren jüdischen Lebens in Deutschland werden jüdische Personen häufig mit auf Vorurteilen basierenden, meist negativen Bildern über sie innerhalb der Gesellschaft konfrontiert. Auch in Bayern wird jüdisches Leben im Alltag meist in Kontext zur Shoah oder dem israelisch- palästinensischen Konflikt wahrgenommen.

Die Popup-Ausstellung „Mit Davidstern und Lederhose“ macht es sich zum Ziel, über das jüdische Leben in Bayern auch abseits der Stereotype zu erzählen. Hierzu wurden Geschichten gesucht und aufbereitet wie etwa die des bayerischen Visionärs Levi Strauss aus Buttenheim. Aber hier hört das Popup-Projekt noch lange nicht auf: Neben vielen anderen Erzählungen über bekannte bayerische Jüdinnen und Juden aus Vergangenheit und Gegenwart gibt es Schauspiel-Performances und Kunstobjekte – auch aus den jüdischen Gemeinden Bayerns – zu bewundern. Ebenso findet die persönliche Begegnung ihren Platz in dem Ausstellungsprojekt, sei es mit den Referent*Innen oder auch jungen Jüdinnen und Juden aus dem Freistaat, welche das Projekt von Anfang an begleiten.

Seit dem Sommer 2023 arbeitet das Team zudem an einem stärkeren Fokus auf Nachhaltigkeit und Digitalisierung. Die Popup-Performance soll als Online-Offline-Angebot auch im digitalen Raum mit 3D-Rundgang, Virtual Reality Spaces und digitalen Bildungspaketen für pädagogische Einrichtungen zugänglicher gemacht werden und dabei ein breiteres Publikum erreichen.

Ergänzend zu unserem bisherigen Angebot erweitern wir unser Portfolio um zukunftsfähige Bildungsprodukte, die bayerisch-jüdisches Leben mithilfe moderner Technologie erlebbar machen. Mit „Wallachs Virtuell“ wird die Geschichte der Gebrüder Wallach selbstreflektiv in interaktiven VR-Erlebnissen lebendig, „Gesichter und Geschichten“ und „Jiddischhausen“ bieten spielerische Einblicke in bayerisch-jüdische Biographien und die jüdische Kultur. Die „Schatztruhe Judaika“ rundet das Angebot ab - hier können Gegenstände aus dem Judentum direkt angefasst werden und ermöglichen so einen haptischen Zugang zu authentischen Objekten und Personen heutigen jüdischen Lebens.

Das Projekt wird vom Bayerischen Staatsministerium für Familie, Arbeit und Soziales im Rahmen der Radikalisierungsprävention gefördert. Es soll das jüdische Leben in Bayern und darüber hinaus sichtbar machen sowie Verschwörungsmythen entgegenwirken und Antisemitismus bekämpfen.


Für weitere Fragen zum Projekt wenden Sie sich an Dr. Stanislav Skibinski unter stanislavskibinski@ejka.org Für Presseanfragen und Informationen wenden Sie sich an Eva Haller unter evahaller@ejka.org

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