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Child Protection Policies

1. Leitbild

Die Europäische Janusz Korczak Akademie e.V. (EJKA) orientiert sich an den pädagogischen Prinzipien von Janusz Korczak, der als Pionier der Kinderrechte gilt. Seine Philosophie, Kinder und Jugendliche mit Respekt, Fürsorge und Verantwortung zu behandeln, steht im Mittelpunkt unserer Arbeit. Als Bildungseinrichtung, die sich intensiv mit Jugendbildung, historisch-politischer Bildung und interkulturellen Austauschprogrammen beschäftigt, liegt unser Hauptaugenmerk darauf, ein sicheres und förderliches Umfeld zu schaffen, in dem Kinder und Jugendliche geschützt und gestärkt werden.

2. Verhaltenskodex und Selbstverpflichtungserklärung

Um den hohen Anforderungen des Kinderschutzes gerecht zu werden, haben alle Mitarbeitenden der EJKA einen verbindlichen Verhaltenskodex zu unterschreiben. Dieser stellt sicher, dass der Umgang mit Kindern und Jugendlichen stets respektvoll, grenzbewusst und sensibel erfolgt. Alle haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeitenden, die in unseren Projekten tätig sind, unterschreiben zusätzlich eine Selbstverpflichtungserklärung, die den Schutz der jungen Teilnehmenden im Fokus hat. Dies betrifft nicht nur hauptamtliches Personal, sondern auch ehrenamtliche MitarbeiterInnen und externe Referent*innen. Besonders in Projekten mit minderjährigen Teilnehmenden oder den Jugend-Austauschprogrammen wird der Schutz dieser Gruppen hervorgehoben.

3. Fortbildungen

Alle Mitarbeitenden und Ehrenamtlichen der EJKA werden regelmäßig zu Kinderschutzthemen fortgebildet. In enger Zusammenarbeit mit Partnerorganisationen wie dem Jugendverband JunOst stellen wir sicher, dass aktuelle rechtliche Entwicklungen, Gefahrenmomente und Präventionsmaßnahmen umfassend in den Schulungen behandelt werden. Auch das Thema Kinderschutz wird mehrmals im Jahr bei den großen Team-Dienstbesprechungen aufgegriffen und vertieft, um den MitarbeiterInnen eine kontinuierliche Reflexion, Austausch und Weiterbildung zu ermöglichen.

4. Personalverantwortung

Bei der EJKA legen wir besonderen Wert darauf, dass alle haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeitenden den Anforderungen des Kinderschutzes gerecht werden. Neben der Vorlage eines erweiterten Führungszeugnisses wird auch auf pädagogische Eignung und interkulturelle Sensibilität geachtet, da unsere Arbeit oft im Kontext internationaler bzw. interkultureller Projekte stattfindet. Eine unserer Mitarbeiterinnen ist als „insoweit erfahrene Fachkraft“ im Bereich Kinderschutz (entsprechend §8a SGB VIII) qualifiziert und begleitet unsere Projekte beratend.

5. Regelmäßige Sensibilisierung des Personals

Die regelmäßige Sensibilisierung unseres Personals ist ein zentraler Bestandteil unseres Schutzkonzepts. Besonders unsere Jugendgruppenleiter, die in direktem Kontakt mit jungen Menschen stehen, werden kontinuierlich zu den Themen Kinderschutz, Grenzachtung und Prävention von Missbrauch geschult. Diese Schulungen erfolgen in Kooperation mit unseren Partnern und orientieren sich an den Standards der Jugendleitercard (Juleica). Durch praxisnahe Workshops und jährliche Auffrischungskurse wird sichergestellt, dass alle Mitarbeitenden, insbesondere Ehrenamtliche, stets auf potenzielle Gefährdungslagen vorbereitet sind und professionell darauf reagieren können.

6. Partizipation von Kindern und Jugendlichen

Kinder und Jugendliche sind bei der EJKA nicht nur passive Teilnehmer, sondern aktive Gestalter ihrer Lernprozesse. Im Rahmen von Projekten wie „YouthBridge“, „Schalom Ukraine“, „Chidon Hatanach“ oder den internationalen Austauschprogrammen werden sie ermutigt, sich aktiv einzubringen und Verantwortung zu übernehmen. Jugendliche können dabei nicht nur an den Aktivitäten teilnehmen, sondern auch bei der Organisation und Durchführung mitwirken. Diese Partizipation fördert nicht nur das Selbstbewusstsein der jungen Menschen, sondern stärkt auch ihr Verantwortungsbewusstsein gegenüber der Gemeinschaft.

7. Präventionsangebote

Unsere Präventionsarbeit basiert auf aktiver Aufklärung über Kinderrechte sowie den Schutz vor Missbrauch und Gewalt. Dabei setzen wir auf Workshops und Bildungsangebote, die sowohl das pädagogische Personal als auch die jungen Teilnehmenden selbst erreichen. Jedes Angebot für Kinder und Jugendliche beinhaltet mindestens eine Einheit, in der im Rahmen der Präventionsarbeit zu Beginn mit den Teilnehmenden das Thema Kinderechte und mögliche Schutzmaßnahmen thematisiert werden. Bei internationalen Projekten achten wir darauf, dass kulturelle Unterschiede im Umgang mit Jugendlichen thematisiert werden, um Missverständnisse und Risiken von Missbrauch zu vermeiden. Unsere pädagogischen Ansätze orientieren sich an den Prinzipien von Janusz Korczak, der für eine respektvolle und wertschätzende Erziehung steht.

8. Beschwerdeverfahren

Die EJKA hat ein transparentes und niederschwelliges Beschwerdeverfahren entwickelt, das es Kindern, Jugendlichen und deren Eltern/Angehörigen ermöglicht, bei Problemen oder Verdachtsmomenten schnell und vertraulich Unterstützung zu finden. Beschwerden können sowohl direkt an die/den Jugendleiter bzw. eine Vertrauensperson aus dem Team als auch anonym per E-Mail eingereicht werden. Alle Beschwerden werden umgehend ernst genommen und es erfolgt eine transparente Bearbeitung, die von unserer erfahrenen Fachkraft für Kinderschutz begleitet wird.

9. Notfallplan

Für den Ernstfall hat die EJKA einen Notfallplan entwickelt, der klar regelt, wie bei Verdachtsfällen von Kindeswohlgefährdung vorzugehen ist. Dazu gehört die sofortige Meldung an unsere Vertrauensperson bzw. Einschätzung der Situation durch unsere „insoweit erfahrene Fachkraft“, bei Bedarf werden externe Fachkräfte (z.B. Erziehungsberatung IKG München) hinzugezogen und, wenn nötig, wird das Jugendamt bzw. Polizei eingeschaltet. Unsere Mitarbeitenden sind geschult, Signale von Missbrauch oder Vernachlässigung zu erkennen und entsprechend zu handeln. Der Notfallplan wird regelmäßig überprüft und an aktuelle rechtliche und pädagogische Anforderungen angepasst.

10. Zusammenarbeit mit Kooperationspartnern im Bereich Kinder- und Jugenschutz

Die EJKA arbeitet eng mit Kooperationspartnern wie dem Jugendverband JunOst e.V., der Erziehungsberatung der Israelitischen Kultusgemeinde (IKG) München sowie weiteren Fachorganisationen im Bereich Kinder- und Jugendschutz zusammen. Diese Kooperationen ermöglichen uns den Zugang zu aktuellen Schulungsinhalten und Fachwissen. Durch den regelmäßigen Austausch mit Expert*innen aus diesen Bereichen stellen wir sicher, dass unsere Schutzmaßnahmen stets den neuesten Standards entsprechen. In gemeinsamen Projekten wird der Schutz von Kindern und Jugendlichen priorisiert, und es werden regelmäßig Präventionsprogramme durchgeführt.

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