Die Europäische Janusz Korczak Akademie ist ein Partner der Jewish Agency for Israel.

Menschlichkeit bewahren! Kommunen sensibilisieren und stärken

Ein Projekt der Europäischen Janusz Korczak Akademie zur Sensibilisierung und Stärkung von Kommunalverwaltungen gegen Menschenfeindlchkeit in Form von Antisemitismus und Ableismus.

Fortbildungsinhalte:  

In der öffentlichen Verwaltung weiß man um die Erfolgsformel ständiger Weiterbildung gerade auch für Beschäftigte des mittleren und gehobenen Dienstes sowie für Führungskräfte. Und genau diesen Personenkreis wollen wir auf unser Angebot für bayerische Kommunen aufmerksam machen.
Die Europäische Janusz Korczak Akademie e.V. (EJKA) in München und ihre Fachreferent:innen schult Beschäftigte des mittleren und gehobenen Dienstes sowie Führungskräfte zum Thema Menschenfeindlichkeit in Gestalt von Antisemitismus und Ableismus (Benachteiligung von Menschen mit Behinderung) heute, aufbauend auf den Verbrechen der NS - Zeit.  

Auf der Grundlage fundierten Wissens über NS-Unrecht, über die Ursprünge der ihm zugrundeliegenden Ideologien und über die Rolle der eigenen Berufsgruppen im NS-Regime sollen Mitarbeitende der Kommunalverwaltung befähigt werden, bereits niedrigschwellig geäußerte menschenfeindliche Denkmuster und Narrative in ihrem Arbeits- oder sonstigen Umfeld zu identifizieren und ihnen entgegenzuwirken. 

Unsere Formate

Je nach Ihren Bedürfnissen bietet die EJKA Ihnen unterschiedliche Seminarformen im hybriden Format an:
 

  • 60-Minuten-Vortrag
  • Halbtagsseminar (3 Stunden)
  • Ganztagsseminar (5 Stunden)
  • Fachexkursionen zu Gedenkorten oder Zentren zeitgenössischen jüdischen Lebens
  • Begegnungen mit Vertreterinnen und Vertretern der jüdischen Gemeinschaft in Deutschland

Zusätzlich bietet das Projekt den Kommunen eine mehrteilige zertifizierte Online–Fortbildung sowie Begegnungen und Fachexkursionen an. Das Angebot kann je nach den Bedürfnissen der Kommune zusammengestellt werden.

In den Schulungen wird je nach gewähltem Format und Dauer der Veranstaltung (s.u. Schulungsformate) auf die Thematik „Antisemitismus“, dessen Struktur, Auswüchse und Ziele vor dem Hintergrund des NS – Unrechts bis in die heutige Zeit eingegangen. Im Themenbereich „Ableismus“ wird die erste Opfergruppe des NS – Unrechts in den Fokus gerückt, Menschen mit Behinderungen. Obwohl jüdische Menschen die Hauptopfergruppe im Holocaust stellten, waren Menschen mit Behinderungen die eigentlichen ersten Opfer der Nationalsozialisten. Ableismus ist somit ein ebenso wichtiger Bestandteil der Menschenfeindlichkeit der Nazis wie der Antisemitismus. Beide beruhen auf der Weltanschauung vom „Neuen Menschen“.  

Zum einen geht es in den Schulungen um die Vermittlung von Wissensgrundlagen über die verschiedenen Narrative, Kontexte und bildlicher Darstellungen dieser NS- Ideologien, um ihr heutiges Fortwirken wie auch heutige Erscheinungsformen wahrnehmen zu können. Daher werden auch moderne Nischen des Antisemitismus und Ableismus im heutigen Alltag, z.B. in den sozialen Medien, beleuchtet.   

Zum anderen werden die Teilnehmenden geschult, Antisemitismus und Ableismus sowie deren „Werkzeuge“ in ihrem Arbeitskontext zu erkennen und diesen Phänomenen entgegenzuwirken. Hierzu werden die Teilnehmenden für heutige Formen der Menschenfeindlichkeit anhand praktischer Beispiele sensibilisiert und befähigt, die gewonnenen Erkenntnisse auf ihren Arbeitskontext praktisch anzuwenden.   

Das Projekt richtet sich zu Beginn an Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den bayerischen Kommunen.

Mehr Informationen zum Projekt und den Inhalten erhalten Sie vom Projektteam unter maxfeldmann@ejka.org

Das Projekt ist Teil der Bildungsagenda NS - Unrecht.

Mehr dazu finden Sie auf den Seiten der Stiftung EVZ.

Bildungsagenda NS-Unrecht - Was fördert die Stiftung EVZ (stiftung-evz.de)
 

Menschlichkeit bewahren! Kommunen sensibilisieren und stärken - Was fördert die Stiftung EVZ (stiftung-evz.de)