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Vom zerstörtem Miteinander zu gelebter Vielfalt

Veröffentlicht
5. März 2015
Sprache
Deutsch
Projekt
EJKA

EJKA im Landtag: Eröffnung der Ausstellung “KZ überlebt” Vom zerstörten Miteinander zu gelebter Vielfalt - Ein zentrales Thema der Europäischen Janusz Korczak Akademie ist es, die Erinnerung an die Opfer des Nationalsozialismus wachzuhalten. 70 Jahre nach dem Kriegsende und der Befreiung der Konzentrationslager ist das Erinnern weiterhin höchst aktuell. Am 16. April 2015 beteiligte sich die EJKA als Kooperationspartner des Bayerischen Landtages bei der Eröffnung der Ausstellung „KZ überlebt“.

Die Begrüßung der Landtagspräsidentin Barbara Stamm zeichnete ein Bild der neuen bayerischen Erinnerungskultur. Es sei zunehmend schwieriger, Zeitzeugen befragen zu können, weswegen es besonders wichtig sei, einen neuen Weg der Begegnung mit der Vergangenheit zu ermöglichen. Eine Gelegenheit, diese Erinnerungen wach zu halten, biete die Ausstellung des Regensburger Fotografen Stefan Hanke, der mehr als 120 KZ-Überlebende in sieben Länder porträtierte und einen Einblick in ihre Lebensgeschichten ermöglichte.

Der Direktor der Stiftung Bayerische Gedenkstätte, Karl Freller, betonte, der Stoff, aus dem Bayern gewebt ist, sei heute wieder durchwirkt von jüdischer Kultur. Gerade hierzu hatte die Europäische Janusz Korczak Akademie eine szenische Darstellung vorbereitet, um die Präsenz des jüdischen Lebens uns der jüdischen Kultur in Bayern heute sichtbar zu machen. Diese Präsentation entstand in enger Zusammenarbeit mit diversen jüdischen Organisationen und Gemeinden in Bayern. Geschichten mehrerer Juden aus verschieden Städten und Generationen wurden dem Publikum präsentiert; es wurde somit deutlich, dass im heutigen Bayern die jüdische Kultur allgegenwärtig ist. Jüdisches Leben in Bayern findet nicht mehr hinter verschlossenen Türen statt, es ist für alle Menschen zugänglich. Dabei genießen die Partizipation in der Politik und der interreligiöse Dialog einen besonders großen Stellenwert.

Die Europäische Janusz Korczak Akademie bedankt sich herzlich bei der Präsidentin des Bayerischen Landtags, Barbara Stamm (MdL), und dem Direktor der Stiftung Bayerische Gedenkstätten, Karl Freller (MdL), für die Gelegenheit, an dieser besonderen Veranstaltung mitzuwirken.