Video · 105 min

1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland und die Rolle von Ichenhausen

Veröffentlicht
14. Mai 2021
Sprache
Deutsch
Projekt
EJKA

Ichenhausen ist ein besonderer Ort in Bayerisch-Schwaben. Hier fand am 22.4.2021 ein Podium in hybrider Form statt. Heute gibt es, von den ehemals bis zu 45% Jüdinnen und Juden im Ort, keinen einzigen Menschen mit jüdischem Glauben in Ichenhausen – keiner der Überlebenden des Holocaustes ist je wieder hierher zurückgekehrt.

An diesem Abend wurde jedoch nicht nur über Antisemitismus diskutiert, sondern es wurde auch über das jüdische Leben gesprochen. Was bewegt Juden? Wie leben jüdische Menschen heute auf deutschem Boden oder wie sehen sie ihre Rolle als Minderheit?

In Teilen der Gesellschaft scheint Antisemitismus bereits überwunden zu sein. So meinte Josef Schuster, der Präsident des Zentralrates der Juden, in der Jüdischen Allgemeine, dass das Verhältnis zwischen Juden und Christen noch nie so gut war wie heute. Dies ist in besonderem Maße den großen christlichen Kirchen zu verdanken. Auch wenn jahrhundertelang Antijudaismus in Kirchen gepredigt wurde, so ist dies inzwischen Vergangenheit. Nachholbedarf gibt es aber in der Breite der Gesellschaft. Und genau hierzu leistet dieses Podum einen Beitrag.

Die Veranstaltung ist im Rahmen des Wertebündnisprojektes “Antisemitismus. Nein Danke!” unter der Projektleitung von PD Dr. Karin Schnebel vom Gesellschaftswissenschaftlichen Institut München für Zukunftsfragen initiiert worden. Dr. Ludwig Spaenle, der Antisemitismusbeauftragte der Bayerischen Staatsregierung ist Schirmherr des Projektes.”

Moderation:

  • PD Dr. habil. Karin B. Schnebel

Podiumsgäste:

  • Prof. em. Dr. Wolfgang Benz: Antisemitismusforscher, TU Berlin
  • Dr. Barbara Staudinger: Direktorin Jüdisches Museum Augsburg Schwaben
  • Eva Haller: Präsidentin der Europäische Janusz Korczak Akademie
  • Ilse Danzinger: Vorsitzende der Jüdischen Gemeinde Regensburg, Vizepräsidentin des Landesverbandes der Israelitischen Kultusgemeinden
  • Dr. Ludwig Spaenle: Antisemitismusbeauftragter der Bayerischen Staatsregierung