Jüdisches Leben und Wirken & Antisemitismusprävention

Schatztruhe Judaika

Wie lässt sich Antisemitismusprävention konkret gestalten – ohne Vorwissen vorauszusetzen und ohne mit erhobenem Zeigefinger zu arbeiten? Wie kann jüdisches Leben als lebendige Gegenwart vermittelt werden statt als abstraktes Thema?

Der Workshop „Schatztruhe Judaika“ eröffnet einen abwechslungsreichen Zugang: U.a. über 30 Judaika und ihre Geschichten, ein Quiz, Austausch mit jüdischen Begegnungspartner*innen und kulinarischen Überraschungen, die jüdisches Leben mit allen Sinnen erfahrbar machen. Ein Format, das Wissen, Dialog und interkulturelle Kompetenzen stärkt.

  • Dauer: 1,5 – 3 Stunden
  • Sprache: DE, EN, RU
  • Empfohlene Altersgruppe: ab 12 Jahren
  • Format: Workshop, auch remote möglich

Bei Interesse schreiben Sie uns gerne eine E-Mail an bildungsangebote@ejka.org

Gesichter und Geschichten

Welche jüdischen Persönlichkeiten und Geschichten sind in unserer jeweiligen Region verankert und warum kennen wir sie oft kaum? Wie lässt sich lokale Heimatgeschichte so vermitteln, dass jüdische Biografien nicht als Randnotiz erscheinen, sondern als selbstverständlicher Teil bayerischer Identität?

Der multimediale Workshop „Gesichter und Geschichten“ verbindet das klassische Brettspielformat mit konkreten regionalen Biografien von bayerischen Jüdinnen und Juden, die den Freistaat mitgeprägt haben.

  • Dauer: 1,5 Stunden
  • Sprache: DE
  • Empfohlene Altersgruppe: ab 12 Jahren
  • Format: Workshop

Bei Interesse schreiben Sie uns gerne eine E-Mail an bildungsangebote@ejka.org

Wallachs Virtuell

Wie kann bayerisch-jüdische Geschichte nicht nur erklärt, sondern erfahrbar gemacht werden? Und wie lassen sich Fragen von Identität, Zugehörigkeit und kultureller Vielfalt mit Virtual Reality verbinden?

Der Workshop „Wallachs Virtuell“ verbindet regionale jüdische Geschichte mit Virtual Reality. Die Teilnehmenden tauchen in die Biografien der Brüder Moritz und Julius Wallach ein, welche die bayerische Trachtenkultur nachhaltig prägten. Anschließend gestalten sie eine eigene virtuelle 3D-Tracht.

  • Dauer: 2 – 3 Stunden
  • Sprache: DE, EN, RU
  • Empfohlene Altersgruppe: ab 14 Jahren
  • Format: Workshop

Bei Interesse schreiben Sie uns gerne eine E-Mail an bildungsangebote@ejka.org

Jiddischhausen: Eine bayerische-jüdische Heimat

Jüdisch und Bayerisch – wie geht das zusammen? Der Workshop „Jiddischhausen: Eine bayerisch-jüdische Heimat“ verbindet historische Einordnung mit interaktiven Elementen und einer immersiven VR-Erfahrung. Nach einem kompakten Input zu historischen Hintergründen der bayerisch-jüdischen Regionalgeschichte begleiten die Teilnehmenden in dem fiktiven Ort „Jiddischhausen“ in Franken die jüdische Familie Bergmann bei der Vorbereitung des Schabbats und lernen jüdische Geschichte und Kultur spielerisch kennen.

  • Dauer: Standard 1,5 Stunden
  • Sprache: DE, EN
  • Empfohlene Altersgruppe: ab 14 Jahren
  • Format: Workshop

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Ratsche klappern, statt Hass plappern

Jüdische Traditionen, Abbau von Vorurteilen und Sensibilisierung zu Antisemitismus – alles vereint in einem Workshopformat mit Purim-Ratsche und Mitmach-Charakter!

In unserem interaktiven Spiel lernen die Teilnehmenden, wo Kritik endet, und Hass beginnt. Mithilfe der Ratsche, einem festen Bestandteil des jüdischen Purimfestes, entlarven sie antisemitische Aussagen in einer spannenden Geschichte. Zuvor klären unsere Referent*innen über unterschiedliche Formen des Antisemitismus auf und beleuchten ihre Ursprünge.

  • Dauer: 1,5 Stunden
  • Sprache: DE, EN
  • Empfohlene Altersgruppe: ab 12 Jahren
  • Format: Workshop

Bei Interesse schreiben Sie uns gerne eine E-Mail an bildungsangebote@ejka.org

Stadtrundgang „Auf Jüdischen Spuren“

Wie lässt sich jüdische Geschichte im Münchner Stadtraum entdecken? Der Stadtrundgang „Auf jüdischen Spuren“ lädt dazu ein, Orte, Geschichten und Biografien jüdischen Lebens in der Stadt München kennenzulernen. Die Teilnehmenden entdecken historische und gegenwärtige Perspektiven auf jüdisches München und setzen sich mit Fragen von Sichtbarkeit, Ausgrenzung, Kontinuität und kulturellem Erbe auseinander. So wird Stadtgeschichte als lebendige Auseinandersetzung mit Vergangenheit und Gegenwart erfahrbar.

  • Dauer: 1,5 Stunden
  • Sprache: DE, EN
  • Empfohlene Altersgruppe: ab 10 Jahren
  • Format: Stadtführung

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Zionismus als antisemitischer Code?

Immer wieder liest man in sozialen Medien von den “Zionisten”. Doch was bedeutet Zionismus historisch und politisch? Warum wird der Begriff heute als antisemitisch verzerrter Kampfbegriff verwendet?

Das Format bietet eine fundierte Einführung in Entstehung, Vielfalt und historische Entwicklung des Zionismus als jüdische Nationalbewegung im Kontext von Antisemitismus und Selbstbestimmung analysiert aktuelle Verzerrungen in sozialen Medien und politischen Debatten.

  • Dauer: 1,5 Stunden
  • Sprache: DE, EN
  • Empfohlene Altersgruppe: ab 15 Jahren
  • Format: Vortrag mit Diskussion, auch online möglich

Bei Interesse schreiben Sie uns gerne eine E-Mail an bildungsangebote@ejka.org

Antisemitismus: Ursprung, Entwicklung und Gegenwart

Was genau ist eigentlich Antisemitismus? Welche historischen Kontinuitäten verbinden religiöse Judenfeindschaft, rassistischen Antisemitismus und israelbezogenen Antisemitismus? Wie verbreitet sind antisemitische Einstellungen in der deutschen Gesellschaft? Das Kernmodul bietet eine analytisch fundierte Einführung in Geschichte, Ideologie und aktuelle Erscheinungsformen des Antisemitismus. Unser Ziel: Handlungssicherheit im Erkennen, Analysieren und verantwortungsvollen Reagieren auf antisemitische Narrative.

  • Dauer: 1,5 Stunden
  • Sprache: DE, EN
  • Empfohlene Altersgruppe: ab 15 Jahren
  • Format: Vortrag mit Diskussion, auch online möglich

Bei Interesse schreiben Sie uns gerne eine E-Mail an bildungsangebote@ejka.org

Zusatzmodul Fallstudien:
Antisemitismus in sozialen Medien – Codierter Hass im digitalen Raum

Was hat eine scheinbar harmlose Safttüte oder eine Zahlenkombination mit Antisemitismus zu tun? In sozialen Medien verbreiten sich antisemitische Narrative heute häufig codiert – über Memes, Symbole, ironisierte Bildsprache und verkürzte Erzählmuster, die ohne Hintergrundwissen schwer einzuordnen sind.

Das Fallstudien-Modul analysiert Beispiele aus digitalen Plattformen und vermittelt die Kompetenz, antisemitische Codes, Narrative und Verknüpfungen sicher zu erkennen.

  • Dauer: 1,5 Stunden
  • Sprache: DE, EN
  • Empfohlene Altersgruppe: ab 15 Jahren
  • Format: Workshop, auch online möglich

Bei Interesse schreiben Sie uns gerne eine E-Mail an bildungsangebote@ejka.org

Zusatzmodul Fallstudien:
Antisemitismus im Alltag – Was tun?

Was tun, wenn im Klassenzimmer, im Berufsalltag oder öffentlichen Raum antisemitische Aussagen fallen, offen oder subtil? Wie lässt sich im Moment reagieren, ohne zu eskalieren, zu relativieren oder sprachlos zu bleiben?

Anhand realitätsnaher Fallbeispiele aus dem alltäglichen Leben werden Situationen gemeinsam analysiert, diskutiert und in Rollensettings erprobt. Ziel ist es, professionell, dialogfähig und verantwortungsbewusst Handlungssicherheit zu entwickeln.

  • Dauer: 1,5 Stunden
  • Sprache: DE, EN
  • Empfohlene Altersgruppe: ab 15 Jahren
  • Format: Workshop, auch online möglich

Bei Interesse schreiben Sie uns gerne eine E-Mail an bildungsangebote@ejka.org

Zusatzmodul Fallstudien:
Antisemitische Bildsprache

Warum werden Jüdinnen und Juden in Karikaturen immer wieder als übermächtige Drahtzieher, als Krake oder mit entmenschlichenden Körpermerkmalen dargestellt? Welche visuellen Motive, von Tiermetaphern über Körperüberzeichnungen bis zu Verschwörungsikonografie, transportieren antisemitische Ideologie oft subtil weiter?

Das Modul analysiert historische und aktuelle antisemitische Bildtraditionen aus Propaganda, Karikatur und digitalen Medien mit dem Ziel, die Teilnehmenden für antisemitische Symbolik und problematische Bildsprache zu sensibilisieren.

  • Dauer: 1,5 Stunden
  • Sprache: DE, EN
  • Empfohlene Altersgruppe: ab 15 Jahren
  • Format: Workshop, auch online möglich

Bei Interesse schreiben Sie uns gerne eine E-Mail an bildungsangebote@ejka.org

Zusatzmodul Vertiefung:
Antisemitismus und antimuslimischer Rassismus – Abgrenzung, Parallelen, Spannungsfelder

Wie unterscheiden sich Antisemitismus und antimuslimischer Rassismus historisch, ideologisch und gesellschaftlich? Wo gibt es strukturelle Parallelen, wo klare Differenzen? Und wie lässt sich beides thematisieren, ohne die jeweiligen Spezifika zu verwischen oder gegeneinander auszuspielen? Das Modul analysiert beide Diskriminierungsformen in ihrem jeweiligen Entstehungskontext, ihren Narrativen und gesellschaftlichen Funktionen, um begriffliche Klarheit zu schaffen.

  • Dauer: 1,5 Stunden
  • Sprache: DE, EN
  • Empfohlene Altersgruppe: ab 15 Jahren
  • Format: Vortrag mit Diskussion, auch online möglich

Bei Interesse schreiben Sie uns gerne eine E-Mail an bildungsangebote@ejka.org

Zusatzmodul Vertiefung:
Zeitzeugengespräch mit Roman Haller – Überleben, Neubeginn, Verantwortung

Was bedeutet es, als Kind im Versteck den NS-Terror zu überleben und danach in Bayern neu anzufangen? Im Gespräch berichtet Roman Haller, im Mai 1944 bei Tarnopol geboren, vom Überleben, der Rettung durch einen deutschen Major und seine Angestellte und vom Leben als Jude im Nachkriegsdeutschland. Thematisiert werden die Situation jüdischer Überlebender in Bayern und der Wiederaufbau jüdischen Lebens in München sowie der persönliche und gesellschaftliche Umgang mit Erinnerung.

Kombinierbar mit dem Film “Irenas Geheimnis”, der Geschichte Roman Hallers.

  • Dauer: 1,5 Stunden
  • Sprache: DE, EN, FR, PL, Jiddisch
  • Empfohlene Altersgruppe: ab 12 Jahren
  • Format: Vortrag und Gespräch, auch online möglich

Bei Interesse schreiben Sie uns gerne eine E-Mail an bildungsangebote@ejka.org

Referentinnen und Referenten

Maria Filina
Seniorreferentin

– Referentin für Bildungsangebote
– Wirtschaftspsychologin (Master/FHAM Erding), Germanistin (Master/FU Berlin), zertifizierte Mediatorin
– Trainerin für Konfliktmanagement und interkulturelle Kommunikation mit Schwerpunkt Pädagogik und Konfliktmanagement nach Janusz Korczak
– über 30 Jahre Berufserfahrung in der Erwachsenenbildung
– Referentin, Moderatorin und Beauftragte für Russlanddeutsche bei der Hanns-Seidel-Stiftung
– Trainerin für Rhetorik und interkulturelle Kommunikation beim George C. Marshall Europäischen Center für Sicherheitsstudien
– Coach für Moderatorinnen und Moderatoren beim Projekt Shopping Live / HSE 24
– Lehrbeauftragte bei der Fachhochschule für angewandtes Management Erding

Eva Haller
Seniorreferentin

– Vorstandsvorsitzende
– Präsidentin
– Geboren in Rumänien, aufgewachsen in Wien
– Studium des Journalismus und der Linguistik in New York, Brüssel und Tel Aviv und ehrenamtliche Tätigkeiten in Frankfurt, Düsseldorf und Krefeld
– Schon in frühen Jahren entwickelte Eva Haller Interesse an Jugendarbeit und Austausch im interreligiösen und interkulturellen Bereich und der Arbeit in sozialer Entwicklung. Diese Erfahrungen prägten sie für ihr weiteres Leben. Hier schon wurde der Weg zu den Ideen von Janusz Korczak geebnet. Nach langjährigem Aufenthalt in Italien zog es Eva Haller 2006 nach München. Seit 2009 leitet sie ehrenamtlich die Europäische Janusz Korczak Akademie e.V.

Vitalii Kogut
Seniorreferent

– Medienreferent der Europäischen Janusz Korczak Akademie e.V.
– Praktizierender Experte im Bereich Didaktik und Pädagogik
– Spezialist für die Anwendung von Virtual Reality-Technologien und künstlicher Intelligenz in Bildungsprojekten
– Hochschulabschluss in Linguistik und Theaterwissenschaft
– 12 Jahre Erfahrung als Theaterpädagoge und Regisseur
– Regisseur von Theaterproduktionen in Europa und Asien

Anastasija Komerloh
Seniorreferentin

– Pädagogische Kraft für das Projekt YouthBridge an der Europäischen Janusz Korczak Akademie
– Ausgebildete Schauspielerin und Theaterpädagogin
– Gründerin und Leiterin der Theatergruppe „Lo-Minor“ der IKG München
– Jahrelange Erfahrung im Bereich Veranstaltungsmanagement
– Professionelle Moderatorin und Alleinunterhalterin
– Weiß, wie man ein Publikum fesselt und eine lebendige Atmosphäre schafft, die jedem Anlass gerecht wird

Jonas Mages
Seniorreferent

– Projektleiter von „Mit Davidstern und Lederhose“
– Fachreferent der Europäischen Janusz Korczak Akademie für die Antisemitismusprävention und jüdisches Leben
– Ausgebildet in Sozialwissenschaften, Geschichte und Konfliktforschung.
– Spezialisiert auf Antisemitismus, Geschichte und Gegenwart des Judentums, deutsch-israelische Beziehungen und zeitgenössische und Shoah-Geschichte.
– Umfangreiche Erfahrung in der Organisation von Moderationen, Workshops, Seminaren und Studienreisen in Europa und Israel.

Miriam Vinograd
Seniorreferentin

– Projektleiterin des Bildungsprojekts “Didaktis” an der Europäischen Janusz Korczak Akademie
– Judaistik-Expertin im Projekt “Mit Davidstern und Lederhose”
– Studierte klassische Sprachen und Pädagogik an der Charkiver Staatlichen Universität in der Ukraine und Judaistik an der Yad Rama Hochschule in England.
– Entwickelte und leitete einen Konversationskurs zu jüdischen Themen für Einwanderer aus der ehemaligen Sowjetunion.
– Mitglied der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern

Dr. Katrin Diehl
Seniorreferentin

– Promovierte Journalistin, Autorin, arbeitet freiberuflich im Bereich Kultur und Theater
– Studierte an der Hochschule für Jüdische Studien in Heidelberg sowie an der Deutschen Journalistenschule in München
– Gründerin der Kinder- und Jugendtheatergruppe „Die Czaks“, die unter dem Dach der Europäischen Janusz Korczak Akademie in München arbeitet
– Schreibt Theaterstücke, die auf Münchner Bühnen wie im HochX und Einstein Kultur aufgeführt werden, darunter „Das Postamt“ und „Das Urteil“, Stücke über Janusz Korzak
– Über 20 Jahre Erfahrung in den Bereichen Journalismus, Theater und kulturelle Bildung
– Mitglied des Netzwerks Münchner Theatertexter*innen und Stipendiatin mehrerer Theaterprojekte
– Engagiert sich aktiv im Bereich zeitgenössischer Theaterarbeit

Das sagen unsere Teilnehmer

Hat mir gut gefallen. Interessante Vortragsweise, frei gesprochen, offenes Format, viel Interaktion. Besonders Spaß gemacht hat mir das Spiel am Ende, VR-Brille.

“Ja die Veranstaltung war sehr interessant und gut aufgebaut. Es war kein Monolog sondern auch dazwischen Gruppenarbeiten. Inhaltlich sehr gut und verständlich dargestellt.”

“Mir hat es über die Symbole von Judentum besonders interessiert. Und ich habe verschiedene Namen von den Symbolen kennengelernt. Anschaulich waren die ganzen Materialien, schön.”

“Mein Interesse wurde durch die Fachkundige Begleitung und die unterschiedlichen Materialien geweckt. Auch die Methodenvielfalt ist hervorzuheben.”

“Die Veranstaltung hat mir gut gefallen und auch für die unterrichtliche Umsetzung kann ich einiges mitnehmen.”

„Am meisten hat mir die Übungen gefallen wo wir als Kinder sein sollten da wir die Situationen der Kinder besser einschätzen konnten!”

“Die interaktive Methode hat mir gut gefallen und das Erleben des Judentums mit alle Sinnen.”

“Die Methodenvielfalt durch die unterschiedlichen Materialien und das Kahoot war sehr schön.”

Unsere Kunden und Partner