Die Europäische Janusz Korczak Akademie ist ein Partner der Jewish Agency for Israel.

Verleihung des Janusz-Korczak-Preises für Menschlichkeit an Dr. Mathias Döpfner

Dr. Mathias Döpfner erhielt den „Preis für Menschlichkeit“ der Europäischen Janusz Korczak Akademie  

Berlin, 7. November 2019 – Dr. Mathias Döpfner wurde in Berlin von der Europäischen Janusz Korczak Akademie mit dem „Preis für Menschlichkeit“ ausgezeichnet. Bei einer Feierstunde im ehemaligen Jüdischen Waisenhaus in Berlin-Pankow würdigte die jüdische Bildungsakademie den außerordentlichen Einsatz des Vorstandsvorsitzenden der Axel Springer SE im Kampf gegen Antisemitismus und damit für sein Engagement zur Wahrung der Menschenwürde.

„Würde, Gerechtigkeit und Respekt – diese Werte haben Janusz Korczak, den berühmten Pädagogen und Leiter zweier Waisenhäuser in Warschau, sein Leben lang begleitet“, erläuterte Eva Haller, Präsidentin der Janusz Korczak Akademie die Preisvergabe. „Aus unserer Sicht tritt auch Herr Dr. Döpfner immer wieder als eindeutiger Verteidiger dieser Werte auf. Der wichtigen Aufgabe der Meinungsbildung als Bildungsauftrag in unserer Gesellschaft und im täglichen Leben nimmt er sich in besonderem Maße an. Er steht für Menschlichkeit, Rückgrat und humanistische Werte in einer Welt, in der Rassismus und Antisemitismus leider deutlich zunehmen.“

In seiner Laudatio sagte S.E. Jeremy Issacharoff, Botschafter des Staates Israel in Deutschland: „Dr. Mathias Döpfner widmet seine Stimme und seinen Einfluss der Bekämpfung des Antisemitismus und erhält die wichtige Bedeutung der Erinnerung an die Shoah und ihre Lehren für jeden von uns und die nachfolgenden Generationen in der Öffentlichkeit aufrecht. Dies bewahrt unsere Menschenwürde und das Wesen unserer Menschlichkeit. Janusz Korczak stand für beides.“

Dr. Mathias Döpfner hat in den vergangenen Jahren immer wieder seine Stimme erhoben, um auf die Zunahme des Antisemitismus in Europa hinzuweisen. Die Kritik an Israel zeigt sich für ihn häufig nicht als legitime politische Kritik, sondern als versteckter Antizionismus und Judenhass. Wiederholt hat Döpfner in seinen Beiträgen zum Thema Freiheit und Digitalisierung Stellung bezogen. In seinem Buch „Die Freiheitsfalle“ befasst er sich mit der Freiheitsvergessenheit des Westens. Er analysiert Triumphe, Bedrohungen und Exzesse freiheitlicher Gesellschaften und vertritt die These, dass Freiheit täglich neu erkämpft, verteidigt und verantwortet werden müsse, aber demokratische Gesellschaften dies nicht entschieden genug tun. In diesem Zusammenhang macht er auch immer wieder auf die menschliche Entwürdigung im israelbezogenen Antisemitismus aufmerksam. Damit leistet er einen großen Beitrag für Ausgewogenheit in der journalistischen Medienlandschaft.

„Ich verstehe den Janusz-Korczak-Preis nicht in erster Linie als Anerkennung für Getanes, vielleicht Erreichtes, sondern als eine Anfeuerung für das, was noch zu tun ist“, sagte Dr. Mathias Döpfner in seiner Dankesrede. „Der Einsatz gegen Antisemitismus ist ein Einsatz für die Menschenwürde, er ist daher ein Kampf für alle Bürger unseres Landes, für unsere Gesellschaft und für unsere Verfassung. Er ist im tieferen Sinne des Wortes patriotisch und er ist ein Freiheitskampf, denn nur dort, wo Würde ist, kann Freiheit sein.“

Nach der Preisverleihung diskutierte der Preisträger gemeinsam mit der Antisemitismusbeauftragten der EU-Kommission, Katharina von Schnurbein, und dem israelischen Politiker und Menschenrechtler Natan Sharansky die aktuellen Entwicklungen in der Gesellschaft im Hinblick auf Rassismus und Antisemitismus, die damit verbundenen Handlungsnotwendigkeiten und Forderungen an die Politik sowie die Verantwortung der Medien.

In seinem Schlusswort rief Jitzchak Herzog, Vorsitzender der Jewish Agency for Israel, die Politiker in Europa auf, die antisemitischen Attacken auch als direkte Angriffe auf ihre Länder und auf die globalen Werte der Weltgemeinschaft zu sehen. „Wir danken Herrn Dr. Döpfner, dass er als Führungspersönlichkeit in der globalen Medienlandschaft immer wieder auf den Hass und die Bedrohungen durch den Antisemitismus hinweist und Israel stets unterstützt.“

 

Anbei die Grußworte unserer Präsidentin Eva Haller zur Verleihung des Janusz-Korczak-Preises: https://www.ejka.org/de/content/grußworte-von-eva-haller-zur-verleihung-des-janusz-korczak-preises-dr-mathias-döpfner#

Ort: 
Ehemaliges jüdisches Waisenhaus Pankow, Berliner Straße 120/121
Datum: 
07.11.2019 - 11:00