Die Europäische Janusz Korczak Akademie ist ein Partner der Jewish Agency for Israel.

Podium in Ichelhausen

Neben Fürth war kaum eine bayerische Stadt im 19. Jhr. so stark jüdisch geprägt wie Ichenhausen in Schwaben. Jüdinnen und Juden bildeten um 1820 nicht nur 46% der Gesamtbevölkerung der Stadt, sondern waren auch selbstständig und standen in einem guten Verhältnis zu ihren katholischen Mitbürgern. Der Rabbiner von Ichenhausen galt traditionell als überregionale Lehrautorität.

Die Nazis zerstörten dieses gute Verhältnis. Seit den Novemberpogromen 1938 verließen Jüdinnen und Juden die Stadt oder wurden in die Vernichtungslager deportiert. Die Überlebenden kehrten nicht mehr in ihre frühere Heimat zurück.

Am 22.04.2021 wird um 18.00 Uhr in der ehemaligen Synagoge Ichenhausens, auch Schauplatz der Pogrome vom November 1938, der Jüdinnen und Juden gedacht, die über Jahrhunderte Ichenhausen mitgestaltet haben. Im Rahmen des Projekts „Antisemitismus. Nein Danke!“ und des Gedenkjahrs „1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland“ wird das jüdische Leben in Deutschland und Ichenhausen thematisiert.

Zu diesem Anlass sprechen Dr. Ludwig Spaenle, Antisemitismusbeauftragter der Bayerischen Regierung und Staatsminister a.D., Dr. Barbara Staudinger, Direktorin des Jüdischen Museums Augsburg Schwaben, Prof. em. Dr. Wolfgang Benz, Antisemitismusforscher der TU Berlin und Eva Haller, Präsidentin der Europäischen Janusz Korczak Akademie und Ilse Danzinger, Vorsitzende der Jüdischen Gemeinde Regensburg und Vizepräsidentin des Landesverbandes der Israelitischen Kultusgemeinden, über die Bedeutung von Ichenhausen für das jüdische Leben in Deutschland.

Die Veranstaltung wird über Zoom übertragen. Die Anmeldungen erfolgen unter info@gimuenchen.de.

Die Veranstaltung findet im Rahmen des Wertebündnisprojektes „Antisemitismus. Nein Danke!“ statt.

Ort: 
Online
Datum: 
22.04.2021 - 18:00