Die Europäische Janusz Korczak Akademie ist ein Partner der Jewish Agency for Israel.

Lernreihe Judentum & Heimat

Zwischen Moskau und Eretz Israel - Jüdische Heimat im sowjetischen Diskurs

 

Für die russischen Bolschewiki, die sich für die Belange der jüdischen Bevölkerung zuständig erklärt hatten, lag die jüdische Heimat im sozialistischen Russland. 

Nach der Revolution von 1917 wurde daraus ein politisches Programm: Die sowjetischen "Neuen Juden" hatten sich mit der Sowjetunion und der jüdischen, autonomen Oblast, dem "roten proletarischen Palästina" in Fernost, zu identifizieren. 

Andere Begriffe der jüdischen Heimat wurden dagegen delegitimiert und im öffentlichen Diskurs tabuisiert. 

Die Hoffnung auf eine jüdische Heimat in der Sowjetunion wurde mit dem zunehmenden staatlichen Antisemitismus, nach dem Zweiten Weltkrieg, unter Stalin schwer getrübt.

 

Die Referentin Dr. Lilia Antipow ist Historikerin, Filmkuratorin und Übersetzerin. Bis 2017 war sie Dozentin am Lehrstuhl für Neuere und Neuste Geschichte Osteuropas an der FAU Erlangen- Nürnberg.  

Sie ist Mitbegründerin der Werkstatt für jüdische Geschichte Nürnberg. 

 

Anmeldung: anmeldung@ejka.org

 

Weitere Termine der Lernreihe: 17.Oktober, 12. Dezember, 16.Januar, 20. Februar, 26.Juni 

Ort: 
Janusz Korczak Haus München, Sonnenstr.8, 80331 München
Datum: 
27.03.2019 - 19:30 bis 22:00