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17. März 2018: Die AfD, Israel und die Juden

Streitgespräch zwischen Michael Wuliger (Jüdische Allgemeine) und Eldad Beck (Israel HaYom).
 

Die AfD sei „einer der wenigen politischen Garanten jüdischen Lebens auch in Zeiten illegaler antisemitischer Migration nach Deutschland“, sagte die ehemalige AfD-Chefin Frauke Petry in der Zeitung „Die Welt“. Die Partei wirbt explizit um jüdische Wähler. Gleichzeitig dürfen antisemitische Verschwörungstheoretiker wie der Landtagsabgeordnete Wolfgang Gedeon Parteimitglied bleiben und Bundessprecher Alexander Gauland möchte wieder auf Leistungen deutscher Soldaten in beiden Weltkriegen stolz sein.
 

Wie ist die proklamierte Israelsolidarität und Judenfreundschaft der AfD nun einzuschätzen? Wie steht Israel zu den neuen deutschen Rechten? Und wie sollte man sich als Jude in Deutschland zu dem Thema positionieren?
 

Michael Wuliger war Feuilletonredakteur der Jüdischen Allgemeinen, für die er heute als Kolumnist schreibt. Er sieht in der AfD „keine Gesellschaft für Juden, die noch einen Rest an Selbstachtung besitzen“. Man könne zwar mit Rechten reden, „es kommt dabei nur offenbar nichts heraus“.
 

Eldad Beck ist Deutschlandkorrespondent der israelischen Tageszeitung „Israel HaYom“. Für ihn ist die AfD eine konservative Partei, die weder rassistisch noch antisemitisch ist – auch wenn Neonazis die Partei gewählt haben und AfD-Mitglieder rassistische und antisemitische Ansichten vertreten. Israel sollte mit proisraelischen AfD-Mitgliedern Gespräche führen. Schließlich spricht der jüdische Staat auch mit Politikern der Partei „Die Linke“, in der ebenfalls zahlreiche Antisemiten sitzen, so Beck.

Anmeldung notwendig unter
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Ort: 
Janusz-Korczak-Haus München
Datum: 
17.03.2018 - 19:00