Die Europäische Janusz Korczak Akademie ist ein Partner der Jewish Agency for Israel.

Ukrainische Freie Universität zu Gast bei Janusz Korzcak Akademie

Die bayrische Hauptstadt ist ein Beispiel für eine Metropole, in der der interkulturelle Dialog auf verschiedenen Ebenen geführt wird und von gänzlich verschiedenen, öffentlichen und staatlichen Einrichtungen unterstützt wird.

Am 27.02.2019 besuchte eine Gruppe von StudentInnen der Ukrainischen Freien Universität in Begleitung von Prof. Peter Hilkes von der LMU die Janusz Korczak Akademie.

 

Im Folgenden kommen einige Äußerungen der Gäste der Janusz Korczak Akademie

 

Jeder Dialog ist eine weitere Brücke auf dem Weg zu mehr Verständnis und Respekt.

 

Eine „Brücke“ entstand beim Treffen zwischen Studenten der Ukrainischen Freien Universität (UFU), welche im kommenden Jahr ihr 100 jähriges Bestehen feiern wird und Mitarbeitern der Europäischen Janusz Korczak Akademie (EJKA), welche in diesem Jahr ihr 10 jähriges Bestehen feiern wird.

Ein großes Dankeschön an den Professor der LMU Peter Hilkes für die Organisation des interessanten und lehrreichen Treffens bei der J.-Korczak Akademie.
Ebenso gilt ein großes Dankeschön an die Mitarbeiter der Akademie für ihren uneigennützigen, oft freiwilligen Einsatz für eine bessere Zukunft. Das ist ein gutes Beispiel für uns alle. 

Es war sehr interessant zu hören, wie man junge Leute aus verschiedenen Communitys zusammenbringt (Projekt YouthBridge), damit sie sich durch ihre unterschiedlichen Kulturen bereichern und entwickeln können. Auf diese Weise verschwinden Unwissenheit und Unverständnis, wogegen sich Freundschaft und Liebe entwickeln. Das ist für die Menschheit in Zukunft von großer Bedeutung.
Es war sehr interessant von den verschiedenen Projekten zu erfahren, z.B über die Lange Nacht der jüdischen Musik, wo man synagogale und klassische Musik, Jazz, Melodien aus Broadway Musicals, aber auch Musik des berühmten Komponisten Ernst Krenek hören konnte.

Ein besonderer Dank an den Direktor Stanislav Skibinski, für die Erzählung der berührenden Geschichte von Janusz Korczak und seiner Waisenkinder, welche er bis zum Ende nicht verlassen hat und freiwillig mit ihnen in den Tod ging.

Für mich war dieses Thema sehr nah, da mein Vater als 14-Jähriger nach Deutschland gebracht wurde, wo man ihn zweimal durch Erschießen zum Tode verurteilte. Nur ein Wunder Gottes rettete sein Leben. Es war interessant zu erfahren, dass Janusz Korczak sein wichtigstes Buch „Wie man ein Kind lieben sollte“ in Kiew verfasst hat.

Für mich stellt die Maßgabe der Akademie – „für die Wahrheit, für Glaube, für die Heimat“, eine wichtige Richtung dar. Obwohl man sich weit der Heimat befindet, so gibt man in allen Familien den Kindern Liebe zu seinem Glauben, zu seinem Volk und nationale Würde.

Nur so, im Verständnis der eigenen Identität, können wir andere Kulturen erkennen und einander lieben und respektieren.

Vielen Dank, Larissa Sitko, UFU

 

„Die Welt zu reformieren bedeutet, die Erziehung zu reformieren“

Humanismus erscheint als etwas Logisches, wogegen es sehr schwer ist dies zu lehren, wenn man es nicht spürt und auslebt. Janusz Korczak, Arzt und Pädagoge, tat genau dies, indem er sein Leben seinen Schützlingen widmete.

Es war zudem interessant über die Entstehung und die Tätigkeit der Organisation in München in den vergangenen 10 Jahren zu erfahren.

In der Tat ist es eine ergreifende Geschichte, von der Begegnung einiger Enthusiasten in einem Münchner Café, bis zur Gründung der Europäischen Janusz Korczak Akademie und ihrer Filialen in anderen Städten Deutschlands.

Eine Mitarbeiterin der Akademie, die bekannte Journalistin Katrin Diehl, schloss unsere Gruppe von der ersten Minute an in ihre Erzählungen ein.

Sie entwarf eine besondere Methode, die „Janusz Korczak Schachtel“. In dieser „Schachtel“, wie in unseren „Gedächtnis-Schachteln“, werden in verschiedenen Variationen die Ideen, Gedanken und Handlungsweisen des großen Pädagogen aufbewahrt.

Mit diesem Konzept sollte jeder in Berührung kommen, wer mit Kindern und Erziehung zu tun hat, weil der Autor das tiefgründige Wissen auf eine sehr interessante Weise vermittelt.

Ohne es selbst zu merken, habe ich mich selbst in Warschau zur Zeit von Korczak wiedergefunden. In einigen Momente fühlte ich mich wie ein Kind mit eigenen Interessen, Sorgen und Wünschen.

Dieses unglaubliche Treffen erfüllte mich mit Informationen zum Nachdenken und für neue Ideen. Nur ein Minus gab es, nämlich zu wenig Zeit. Doch das kann man beheben, am besten mit einem weiteren Besuch bei der Europäischen Janusz Korczak Akademie.

Wie zur Zeit von Korczak, so sind die Türen seines Hauses in München für alle geöffnet.

Swetlana Bilan, Studentin UFU

 

Besonderer Dank für den herzlichen Empfang, den Austausch und die Zeit gilt Dr. Stanislav Skibinski, Olga Kotlytska und Katrin Diehl! Es war унікально!

Prof. Peter Hilkes, LMU