Die Europäische Janusz Korczak Akademie ist ein Partner der Jewish Agency for Israel.

Die Czaks im Gespräch mit...

Seit etwa drei Jahren gibt es unter dem Dach der Europäischen Janusz Korczak Akademie eine Kinder- und Jugendtheatergruppe. Sie nennt sich „Die Czaks“, erarbeitet zusammen Stücke, die etwas mit der Geschichte von Janusz Korczak und dessen Kindern zu tun haben. Mit „Das Postamt auf der anderen Straßenseite“ und „Das Urteil“ kamen davon bereits zwei auf die Bühne. Die Kinder und Jugendliche haben das Zeug, ihr Publikum in Bann zu schlagen und es zu begeistern. Regisseurin der „Czaks“ ist die Schauspielerin und Theaterpädagogin Veronika Choroba, die Texte stammen von der Schreiberin Katrin Diehl, musikalisch am Klavier begleitet Eleonora Turkenich.

Und jetzt also sind die Proben erst einmal seit Monaten still gelegt. Trotzdem ist es nicht so, dass „Die Czaks“ einfach warten würde, bis alles wieder losgehen und man wieder „in echt“ zusammen sein kann fürs nächste Stück, das dieses Mal in Prag spielen soll. Nein. Man trifft sich. So wie sich alle Welt gerade trifft. Per Bildschirm, gekachelt mit vielen Köpfen. Wir erzählen uns, wie es uns geht, wir machen kleine, chaotische Spiele, wir üben uns in Fernschauspielerei. Und wir laden Gäste ein. Letztes Mal war es die wunderbare Autorin Beatrix Mannel, die mit unzähligen Buchtiteln für Kinder und Jugendliche genau die richtige Ansprechpartnerin für die unter den Czaks war (und davon gibt es überraschend viele), die schreiben, die an ihr erstes großes Buchprojekt glauben. Und daher war es kaum verwunderlich, dass die Fragen der Kinder von einiger Praxis zeugten, dass alles bald zu einem Gespräch unter Kolleginnen und Kollegen wurde. „Dran bleiben“ rief uns Beatrix Mannel zu, die mit allen Phasen des Schreibens vertraut ist und deshalb auch gut über Schreibzweifel hinweghelfen konnte. Samuel (12), einer der Czaks, schildert seine Eindrücke:

„Am 3.12. hatten wir die Möglichkeit, eine echte Schriftstellerin per Zoom kennenzulernen und ihr Fragen zu stellen. Die heißt Beatrix Mannel und hat in 20 Berufsjahren bereits 40 Bücher geschrieben. Sie hat uns viele spannende Sachen erzählt, zum Beispiel wie man am Plot bleibt und was der Verleger von einem Schriftsteller erwartet, sowie, wie sie zu ihren neuen Geschichten kommt. Es war sehr interessant und wir sind dankbar für ihre Antworten auf unsere Fragen! Vielen Dank Frau Mannel!“