Die Europäische Janusz Korczak Akademie ist ein Partner der Jewish Agency for Israel.

Lernreihe Berlin: Lässt sich jüdische Identität lernen?

Lernreihe: „Vielfalt der Identitäten in der jüdischen Welt“

 
„Wenn ich ich bin, weil du du bist, und du bist du, weil ich ich bin, dann bin ich nicht ich und du bist nicht du bist. Aber wenn ich ich bin, weil ich bin ich und du bist du, weil du du bist, dann bin bin ich und du bist du!“
- Rebbe Menachem Mendel Morgensztern von Kotsk
 
Die Auseinandersetzung mit dem Thema „Identität“ hat im Judentum eine lange und umfassende Tradition: Die berühmte Frage „Wer ist Jude?“ figuriert schon in der Mischna, der mündlichen Torah – seitdem wird sie immer wieder neu gestellt und auch noch heute heiß diskutiert. Gleichzeitig hatte für Juden der Begriff „jüdische Identität“ immer einen engen Bezug zu einem anderen Begriff: „jüdischer Pluralismus“. Die Vielfalt jüdischer kultureller Hintergründe, jüdischer Traditionen, jüdischer Lebenswelten ist auch heute ein Charakteristikum der jüdischen Gesellschaft – in Israel wie auch in Amerika oder Europa.

Dem Themenkomplex „jüdische Identität(en)“ widmen sich die diesjährigen Lernreihen der Europäischen Janusz Korczak Akademie in den jeweiligen Janusz Korczak Häusern, die sich gleichermaßen an jüdische und nichtjüdische Interessierte richten. Die Auseinandersetzung findet anhand von Texten, historischen Ereignissen und aktuellen Beispielen statt.

Die Teilnahmegebühr für die gesamte Lernreihe im
Janusz Korczak Haus Berlin (vier Termine) beträgt
24 Euro. Eine ermäßigte Gebühr in Höhe von 12 Euro kann für Studierende und Arbeitssuchende gewährt
werden.

Der Kurs findet mit einer Mindestzahl von acht Teilnehmenden statt.

Verbindliche Anmeldungen richten Sie bitte an anmeldungberlin@ejka.org.

Die Lernreihe Berlin findet im Rahmen des Projekts "Gelebte Vielfalt und Anerkennung" statt. Das Projekt wird gefördert vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend.

Lässt sich jüdische Identität lernen? - Identitätsbildung und jüdische Erziehung am Jüdischen Gymnasium in Berlin

Allgemein wird angenommen, dass jüdische Schulen die Identität ihrer Schülerinnen und Schüler stärken. In diesem Workshop soll diese Annahme am Beispiel ausgewählter Absolventen des Jüdischen Gymnasiums in Berlin einem „reality check“ unterzogen werden. Dabei werden verschiedene Identitätskonzepte im Judentum und das spezifische Profil der Schule vorgestellt und mit den Identitäten der Ehemaligen in Beziehung gesetzt.

Referentin: Dr. Sandra Anusiewicz-Baer studierte Erziehungswissenschaften, Judaistik und Islamwissenschaft in Berlin und Haifa sowie Kulturmanagement in Hamburg. Von 2009 bis 2012 war sie Bildungsreferentin der Jüdischen Gemeinde zu Berlin, später übernahm sie die Leitung der Kulturabteilung. Als begeisterte Pädagogin gründete sie zusammen mit einer Freundin das erste jüdische Elternmagazin im deutschsprachigen Raum “Familienmentsch”. Ihre Dissertation untersucht an ausgewählten Absolventen des Jüdischen Gymnasiums in Berlin, welche Bedeutung eine jüdische Schulbildung für deren Leben und Selbstverständnis hatte. Anusiewicz-Baer ist Koordinatorin des Masorti-Rabbinerseminars Zacharias Frankel College.

 
Ort: 
Janusz Korczak Haus Berlin
Datum: 
25.04.2017 -
18:00 bis 19:30