Die Europäische Janusz Korczak Akademie ist ein Partner der Jewish Agency for Israel.

11. Juni 2017: Gelebte Vielfalt und Anerkennung

Projekt: Gelebte Vielfalt und Anerkennung

Nicht allein die Integration in die deutsche Gesellschaft ist für viele mit Anstrengungen verbunden, sondern auch das Judentum, zu dem viele nur noch eine lose Bindung besitzen, muss oft erst wieder neu entdeckt werden. Wie lassen sich russische Muttersprache, ein deutscher Lebenslauf und die jüdische Tradition unter einen Hut bringen?

Das Projekt „Gelebte Vielfalt und Anerkennung“ leistet einen Beitrag dazu, das Bekenntnis zum Judentum zu unterstützen, ohne dabei die vielfältigen Facetten einer jüdischen Identität zu vernachlässigen. Gleichzeitig wird die Integration der Teilnehmenden in die deutsche Gesellschaft befördert. Die Teilnehmenden setzen sich mit bedeutenden jüdischen Persönlichkeiten in Deutschland auseinander und betrachten die Gegenwart durch das Prisma der Vergangenheit. Die geschichtlichen Vorbilder dienen dabei auch als Sinnbild des heutigen Strebens nach Integration auf der einen und Erhalt der jüdischen Identität auf der anderen Seite. Der „zerstörten Vielfalt“ der gleichnamigen Ausstellung, die 2013 in Berlin stattgefunden ist und zum Ausgangspunkt für das Projekt wurde, wird eine „gelebte“, eine bestehende Vielfalt entgegengesetzt.


 
 
Das Projekt umfasst eine Gruppe von ca. 20 jungen Erwachsenen im Alter von 15 bis 27 Jahren aus Berlin und Brandenburg, die in erster oder zweiter Generation zugewandert sind. Sie alle wählen sich ein historisches Vorbild aus der langen Reihe bedeutender jüdischer Persönlichkeiten in Deutschland aus und setzen sich anschließend mit diesem auseinander. Als Ergebnis ihrer Arbeit werden Essays produziert, die in Form einer Website öffentlich zugänglich gemacht werden.

Das Projekt wird vom Janusz Korczak Haus Berlin durchgeführt und durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend gefördert.

Ort: 
Janusz Korczak Haus Berlin
Datum: 
11.06.2017 - 14:00