Die Europäische Janusz Korczak Akademie ist ein Partner der Jewish Agency for Israel.

Noch bis Anfang August: Ghetto-Ausstellung in Berlin

Seit der Antike lebten jüdische Gemeinschaften in separierten Stadtvierteln. Judenstraßen, Judenviertel und Judenhöfe versprachen zugleich Schutz, intensivierten religiösen und gesellschaftlichen Zusammenhalt und erleichterten ebenso die Einhaltung der Schabbatgebote. Andererseits bedeutete die begrenzte Wohnfläche auch immer rechtliche Diskriminierung und Abschottung von christlichen Mitbürgern.

Als erstes ‚Ghetto’ formierte sich 1516 das ‚Gheto Novu’ im venezianischen Stadtviertel Cannaregio. Nahezu unbekannt blieb hierbei ein Ghetto in Shanghai. Zur Zeit des Nationalsozialismus bot das japanisch besetzte Shanghai bot rund 20.000 europäische Juden im Ghetto Schutz. Das Ghetto Shanghai gilt als das letzte jüdische Ghetto und schließt damit das Kapitel dieser Form der Isolierung ab.

Die Ausstellung wurde von der Europäischen Janusz Korczak Akademie in Kooperation mit dem Museo Ebraico di Venezia, dem Konfuzius Institut Hannover und dem Konfuzius Institut München erstellt. Die Schautafeln wurden in Zusammenarbeit mit dem Jewish Refugees Museum Shanghai konzipiert.


 
Zu den Bildern der Ausstellung

Lino Sprizzis Straßenfotografien des ehemaligen Ghettos von Venedig sind maßgeblicher Teil der Ausstellung "Vom ersten jüdischen Ghetto in Venedig zum letzten jüdischen Ghetto in Shanghai", die noch bis zum 4. August 2017 in der Akademie der Konrad-Adenauer-Stiftung besichtigt werden kann. Diese Aufnahmen sind auch Teil des Fotobandes "THE VENICE GHETTO 500 YEARS ANNIVERSARY", der unter http://www.blurb.com/b/8006812-the-venice-ghetto-500-years-… bestellt werden kann. Eine kleine Auswahl der Bilder finden Sie auch auf unserem Flickr-Account: https://www.flickr.com/…/145943516…/albums/72157686349730345