Die Europäische Janusz Korczak Akademie ist ein Partner der Jewish Agency for Israel.

Medienprojekte zu Judentum, jüdischer Geschichte und Antisemitismus- und Rassismusprävention

Um den großen Herausforderungen Rechnung zu tragen, welche Medien und alle damit zusammenhängenden Aspekte mit sich bringen, hat die EJKA im Jahr 2013 das erste jüdische Medienkompetenzzentrum Deutschlands gegründet. Speziell aus jüdischer Perspektive waren dabei die folgenden Fragen von Bedeutung:

  • Wie können wir den zahlreichen antisemitischen Kampagnen in den sozialen Netzwerken begegnen und diesen mit einer wirkungsvolle Gegenstrategie antworten?
  • Wie können wir unsere Kinder zu verantwortungsvollen und aktiv partizipierenden Nutzern der Medienwelt erziehen?
  • Wie können wir medienkompetente Netzakteure heranbilden, die in der Lage sind, sich ein eigenes Bild von politischen und sozialen Ereignissen zu machen?
  • Wie können wir Kompetenzen herausbilden, eigene Inhalte im Netz bzw. in anderen Medien zu gestalten und diese öffentlich nutz- und diskutierbar zu machen?
  • Wie schaffen wir es, Medienberichterstattungen kritisch zu reflektieren, auf ihren Realitätsgehalt wirksam zu prüfen und die Bildung eigener Meinungen und Perspektiven zu fördern?
  • Welche Möglichkeiten haben wir, durch Einspeisen eigener Beiträge in den öffentlichen Diskurs zu einem toleranten und weltoffenen Miteinander der Religionen und Kulturen in München (und darüber hinaus) beizutragen?

Von diesen Fragestellungen ausgehend, haben wir einige inhaltliche Schwerpunkte der von uns getragenen medienpädagogischen Ausrichtung definiert:

  • Vermittlung medienpraktischer Kompetenz – ICH agiere eigenverantwortlich als AKTEUR und GESTALTER der Medienrealität!
  • Vermittlung rezeptiver Kompetenz – ICH bin in der Lage, MEDIENINHALTE ZU BEWERTEN und AUSZUWÄHLEN!
  • Vermittlung kommunikativer Kompetenz – ICH bin in der Lage, INHALTE ZU VERMITTELN, ZU DISKUTIEREN und damit eine AKTIVE ROLLE innerhalb der Gesellschaft einzunehmen!

Gelungene Beispiele für die Umsetzung dieser Paradigmen sind bisher:

  • Das ambitionierte Kurzfilmprojekt „Jung, jüdisch, bayrisch!“. Unter fachkompetenter Leitung haben die jüdische Projektteilnehmenden im Alter von 14 bis 17 Jahren eigene Kurzfilme erstellt, die ihre Situation im Spannungsfeld zwischen religiöser Identität, der Bürde der Vergangenheit, typisch bayrischer Heimatverbundenheit und ihrer individuellen Lebensfreude darstellen. Uraufführung während des Münchner Dok-Film-Festivals im Mai 2014.

  • Der erste EJKA-Fachtag mit dem Schwerpunkt Medien am 9.2.2014. Workshops für Kinder und Jugendliche (Trickfilm erstellen, Fotografie), Diskussionen und Fachvorträge für Erwachsene.

Vom großen Erfolg dieser Aktivitäten motiviert, möchte die EJKA für die oben genannten Zielgruppen Medienprojekte und –workshops in individuell angepassten und vereinbarten Formaten anbieten.

Angebot:

Die EJKA bietet individuell auf die Bedürfnisse und die Situation der Kunden abgestimmte Medienworkshops bzw. –projekte zu den Themen Judentum, jüdische Geschichte, Antisemitismus/Rassismus durch. Dies kann in den folgenden technischen Bereichen geschehen:

  • Internet / Websitegestaltung
  • Fotografie
  • Film- / Video
  • Handy / Apps
  • Radio

Das Angebot umfasst die Vermittlung von Referenten sowie die Vorbereitung, Durchführung und Nachbereitung der Workshops, Seminare etc. Die EJKA kann innerhalb eines vereinbarten Rahmens auch die erforderliche Medienausstattung mitbringen (z.B. Filmkameras).

Die Dauer kann flexibel angepasst werden. Es sind kurze Workshops möglich (ca. zwei Schulklassen), aber auch die Begleitung längerer Medienprojekte.

Ziel:

  • Herausbildung von Medienkompetenz: Die TN eignen sich Kenntnisse im Umgang mit und in der Produktion von Medienerzeugnissen an (z.B. Recherche, Erstellung von Websites, Umgang mit der Kamera, Post-Production)
  • Herausbildung nachhaltiger Veränderungen von Perspektiven und Einstellungen bzgl. der vermittelten Werte, Themen und Inhalte. Herausbildung von Toleranz, aber auch von Wissen um gesellschaftliche Minderheiten und deren Probleme und kulturelle Hintergründe.
  • Herausbildung von Sensibilität bei der Beurteilung und Einordnung medial vermittelter Inhalte, Informationen und Nachrichten. Herausbildung von Kompetenzen bei der Beschaffung alternativer Informationsquellen.

Zielgruppe:

  • Kinder im Alter von sechs bis dreizehn Jahren (Schulklassen, Jugendgruppen, Jugendorganisationen etc.)
  • Jugendliche und junge Erwachsene im Alter von 14 bis 27 Jahren (Schulklassen, Jugendgruppen, Jugendorganisationen etc.)
  • Erwachsene (Eltern, Multiplikatoren, Pädagog/innen aus der Jugend- bzw. Sozialarbeit, Lehrer/innen; politisch, kulturell und an Medien interessierte Personen)

Wir empfehlen, eine TN-Zahl von mehr als 25 Personen nicht zu überschreiten.

Erforderliche Ressourcen:

  • geeignete Räume für die Durchführung des Angebotes
  • Medienausstattung (je nach technischer Ausrichtung des Angebotes z.B. Laptops für die TN, WLAN etc.)