Die Europäische Janusz Korczak Akademie ist ein Partner der Jewish Agency for Israel.

Jüdisches Medienforum

Das Jüdische Medienforum (ehemals Future Jewish Media Makers) ist ein deutschlandweites Netzwerk von jungen jüdischen Medienschaffenden. Gemeinsam arbeiten wir daran, jüdisches Leben in der deutschen Öffentlichkeit über neue, kreative Ansätze darzustellen. Dadurch wollen wir erreichen, dass nicht nur über Juden berichtet wird, sondern Juden selbst das Wort ergreifen und neue Themenakzente setzen. Aus ganz Deutschland kommen junge jüdische Medienschaffende zu einer Reihe von Seminaren und Netzwerktreffen zusammen, wo sie sich mit Experten aus den Bereichen Medien, Politik und politischer PR treffen und austauschen. Zwischen Seminaren werden verschiedene Kampagnen realisiert, die von Mentoren betreut werden. Ziel ist, ein bundesweites Netzwerk jüdischer Medienleute zu schaffen und daraus eine Gruppe herauszubilden, die sich langfristigen und medienwirksamen Projekten widmet, um der deutsch-jüdischen Jugend eine authentische Stimme zu verleihen. Das vom Nevatim-Programm der Jewish Agency for Israel in Deutschland geförderte Jüdische Medienforum steht unter der Schirmherrschaft des Vorsitzenden der Jewish Agency for Israel, Natan Sharansky. Anmelden können sich Personen aus allen Medienbereichen.

Wer wir sind
Wir sind deutsche/österreichische Juden und nicht Juden in Deutschland/Österreich. Wir gehören zu Deutschland oder Österreich und sind Teil der jeweiligen pluralistischen Gesellschaft. Wir leben Hier und Jetzt, nicht in Israel und nicht in den Geschichtsbüchern. Auch wenn man Judentum und Israel nicht immer voneinander trennen kann und jeder von uns das Recht auf seine eigene Meinung hat: Wir sind keine Repräsentanten der Politik Israels. Wir sind jedoch mit dem Staat Israel zutiefst solidarisch. Wir leben in der Gegenwart und lassen uns nicht auf den Holocaust reduzieren werden, so wie niemand möchte, dass Deutschland auf den Nationalsozialismus reduziert wird. Wir sind für ein friedliches Miteinander – in Europa wie im Nahen Osten. Juden können Ihr Judesein nicht ablegen, so wie Christen ihre Religion ablegen können. Dennoch gleichen nicht alle Juden einander. Die Einordnung einer Person als Jude von außen hat nichts mit der persönlichen Identität oder der Identifikation dieser Person mit dem Judentum zu tun. Wir bestimmen unsere Identität selbst.

Was wir wollen
Wir halten es für wichtig, dass das Judentum in all seinen unzähligen Facetten in der Öffentlichkeit präsent ist und sich nicht versteckt. Schließlich ist das Judentum ein bedeutender Teil der europäischen Geschichte und Kultur. Wir möchten nicht nur auf Vorwürfe und Ignoranz reagieren, sondern auf unsere Mitmenschen zugehen und heutiges jüdisches Leben präsentieren.   Unsere nicht-jüdischen Mitmenschen sollen 'lebende' Juden kennenlernen, deren individuelle Lebensgeschichten hören und dadurch Sympathie für Juden entwickeln.