Die Europäische Janusz Korczak Akademie ist ein Partner der Jewish Agency for Israel.

„Eine Ausstellung für Janusz Korczak und seine Waisenkinder“ geht auf Reisen

Der berühmte Pädagoge Janusz Korczak leitete in Warschau zwei Waisenhäuser, eines für jüdische, eines für nicht-jüdische Kinder. Nachdem die Deutschen das Warschauer Ghetto eingerichtet hatten, musste auch Korczak mit den Kindern des jüdischen Waisenhauses dorthin übersiedeln. Im Zuge der so genannten „Operation Reinhardt“ – die systematische Ermordung alle Juden im damaligen „Generalgouvernement“ (die Gebiete des deutsch besetzten Polens und der Ukraine) in den Jahren 1942 und 1943 – wurde auch Janusz Korczak mit seinen Schützlingen im Vernichtungslager Treblinka in der Gaskammer umgebracht. Er selbst hätte sich retten können, wollte aber den Kindern beistehen und begleitete sie in den Tod.

Die Künstlerin Marlies Glaser hat in Zusammenarbeit mit den Grundschulen Alleshausen und Attenweiler sowie mit der Stadtbücherei Biberach zur Erinnerung an die 200 ermordeten Kinder ein Kunstprojekt durchgeführt. Entstanden sind dabei zahlreiche, von den teilnehmenden Kindern gemalte Bilder, die im Rahmen einer Ausstellung inkl. begleitender Veranstaltungen für Publikum zugänglich sind. Die Gemälde befinden sich im Besitz der EJKA.

Angebot:

Die Ausstellung „Zur Erinnerung an Janusz Korczak und seine Waisenkinder: Ein Gesicht, ein Name, ein Waggon, eine Wolke“ zeigt Bilder, die von Kindern im Rahmen eines Kunstprojektes gemalt wurden. Auf den Bildern sieht man Kindergesichter vor dem Hintergrund von auf Linolplatten vorgedruckten Bahnwaggons. Darüber ragt ein Grabstein mit der Inschrift „Zur Erinnerung an Janusz Korczak und seine 200 jüdischen Waisenhauskinder, 1942 aus dem Warschauer Ghetto deportiert und in Treblinka ermordet“. Die Kinder haben sich dem Thema über sieben Symbole genähert: Kindergesichter, Waggons, Grabsteine, Namen, Schwarze Wolken, Bäume und Tränen, die sich in den Bildern widerspiegeln.

Die EJKA verleiht die Ausstellung und bietet dafür auch einführende oder begleitende Veranstaltungen an.

Ziel:

Im Zentrum steht dabei die Erfahrung des gemeinsamen Lernens, der Rezeption der Gemälde (und der Identifikation mit den abgebildeten Kindern), die Steigerung des Bewusstseins der Verantwortung, die aus der Shoah erwächst und die an der Person Janusz Korczak festgemacht wird sowie die Beschäftigung mit den pädagogischen und humanistischen Werten Korzaks.

Zielgruppe:

Schüler/innen an Mittel- und Realschulen sowie an Gymnasien; Jugendverbände, Anwohnertreffs, Bürgerhäuser etc.

Erforderliche Ressourcen:

Transportmöglichkeit, Platz, Hängesystem.
Raum für Begleitprogramm.